Erkrankungen des zentralen Nervensystems können auch eine Schädigung der Sprach-, Sprech- und Schluckfunktion zur Folge haben. Zum Teil beeinträchtigen diese Störungen bei den Betroffenen die funktionellen Aktivitäten des Alltags sowie die soziale Teilhabe oder auch die Fortsetzung ihrer Berufstätigkeit. Die dabei auftretenden Einschränkungen in der Kommunikation (Sprechen, Lesen und Schreiben) oder der Nahrungsaufnahme werden in der logopädischen Therapie mit wissenschaftlich fundierten Maßnahmen und Techniken behandelt.
Im Einzelnen werden folgende Methoden eingesetzt:
- Diagnostik von Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen
- Sprachtherapie bei Aphasien
- Sprech- und Stimmtherapie bei Dysarthrophonien
- Esstraining und/oder facio-orales Training bei Schluckstörungen (Dysphagien)
- Beratung und Kommunikationstraining unter Nutzung multimedialer Möglichkeiten
- Anwendung alternativer Möglichkeiten (z. B. nonverbales Kommunikationstraining, Kommunikationsgerät)
- Einbeziehung und Beratung der Angehörigen während des Klinikaufenthaltes
Die Zusammenarbeit der Logopädie mit anderen Therapiebereichen ermöglicht eine gute interdisziplinäre Behandlung bei komplexen neuropsychologischen und physiologischen Defiziten.
Weitere Bausteine in der Therapie sind:
- Bewusstmachen der kommunikativen Stärken und Schwächen
- Verarbeitung des gestörten Kommunikationsverhaltens
- Wiederherstellung oder Verbesserung von Kommunikationsmöglichkeiten in der Gruppe
- Steigerung des Selbstwertgefühls
- Unterstützung der Wiedereingliederung in das Arbeits- und Erwerbsleben.