Das Hüftgelenk

Behandlungsangebote

Konservative Behandlungsmethoden:

  • Medikamente
  • Infiltrationen
  • Physiotherapie

Gemäß aktueller Leitlinie sollen konservative Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft werden, bevor eine Operation in Betracht gezogen wird. Besteht ein entsprechender Leidensdruck und die konservativen Therapiemaßnahmen sind ausgeschöpft, kann eine operative Therapie erforderlich werden. Wir beraten Sie diesbezüglich eingehend.

Operative Behandlungsmethoden:

  • Gelenkersatz (Hüftendoprothese / Hüft TEP) zementfrei oder zementiert
  • Wechseloperationen mit Austausch der Prothesenkomponenten bei Lockerung, Instabilität, wiederkehrenden Gelenkauskugelungen oder Infektion
  • Versorgung von periprothetischen Brüchen (Brüchen bei vorhandener Gelenkprothese) mit Spezialprothesen und oder Osteosynthesen
  • Therapie der Hüftkopfnekrose

Gelenkersatz Hüftendoprothese / Hüft TEP

In unserer Klinik wird die Implantation einer Hüft- Endoprothese mit modernen chirurgischen Techniken durchgeführt, die höchste Präzision und Sicherheit gewährleisten. Dabei verwenden wir bewährte Prothesensysteme, die individuell auf ihre Bedürfnisse abgestimmt werden.

Für ein besonders muskelschonendes Operationsverfahren nutzen wir bevorzugt den vorderen Zugang zum Hüftgelenk (anterolateraler Zugang nach Watson – Jones). Diese Technik ermöglicht den vollständigen Erhalt wichtiger muskulärer Strukturen, erhöht die Sicherheit vor Gelenkauskugelung, fördert eine schnelle Mobilisation. Und reduziert die Dauer des Krankenhaus Aufenthaltes.

Die Vorteile im Überblick:

  • Muskelschonend und dadurch schmerzärmer
  • Minimaler Blutverlust
  • Keine Wunddrainagen
  • Geringes Luxationsrisiko
  • Mobilisation noch am Tag der OP
  • Natürliches Gangbild durch Muskelerhalt
  • Selbstständiges gehen mit Unterarmgehstützen nach 2 Tagen
  • Kurzer stationärer Aufenthalt von 4 bis 6 Tagen

Wir setzten sowohl zementierte als auch zementfreie Prothesenmodelle ein. Die Wahl des Verfahrens erfolgt individuell und richtet sich nach der Knochenqualität, dem Alter sowie weiteren individuellen Faktoren.

Nach der Implantation einer Hüft- Endoprothese legen wir großen Wert auf eine optimale postoperative Betreuung, um ihre Genesung bestmöglich zu unterstützen. Ein zentraler Bestandteil ist unsere multimodale Schmerztherapie, die von einem spezialisierten Schmerzdienst individuell auf ihre Bedürfnisse abgestimmt wird.
Unsere erfahrenen Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten beginnen bereits unmittelbar nach der Operation mit gezielten Übungen, um Beweglichkeit zu fördern und Sie aktiv in den Heilungsprozess einzubinden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Förderung ihrer Selbstständigkeit - unterstützt durch detaillierte Übungsvideos und Anleitungen, die auch für das Training zu Hause zur Verfügung stehen.
Zusätzlich finden Sie auf jeder Station so genannte Aktivitätspfade, die es Ihnen ermöglichen, unter Anleitung oder auch eigenständig jederzeit Übungen durchzuführen. Dieses umfassende Konzept sorgt dafür, dass sie sich sicher und optimal betreut auf dem Weg zu ihrer gewohnten Mobilität begeben können.

Unser AHB-Service organisiert gemeinsam mit Ihnen bereits vor der Operation Ihre Anschlussheilbehandlung ambulant oder stationär. Idealerweise folgt dem Krankenhausaufenthalt eine Erholungsphase zu Hause bevor die Anschlussheilbehandlung folgt. Dies führt zu einer deutlich besseren Leistungsfähigkeit der Patienten bei der Behandlung und erzielt somit bessere Ergebnisse